Suhler Amtsblatt

NICHTAMTLICHER TEIL 15 SUHLER AMTSBLATT August 2018 Am Bahnhof 10 • 98529 Suhl • Tel.: 0 36 81 / 72 39 81 VERMIETEN • VERKAUFEN GUTACHTEN www.hauptmakler.de ahnhof 10 • 98529Suhl •Tel.: 03681 / 723981 Was vor 100 Jahren geschah Henneberger Zeitung 5. August 1918 Der Suhler Bauverein hielt am Sonnabend Abend im Stadtver- ordnetensitzungssaal seine or- dentliche Generalsversammlung ab. In dem von Herrn Bürgermeis- ter Dr. Hagemeister erstatteten Geschäftsbericht heißt es, dass ein verstärktes Bedürfnis zur Beschaf- fung von Wohnungen, besonders für kinderreiche Familien, sich dauernd bemerkbar mache und dass der Verein sich infolge dessen zum Bau von drei neuen Sechsfa- milienwohnhäusern entschlossen habe. Von einigen hiesigen Fir- men sind 10.000 (zweimal) und 5000 Mark als Beihilfen gewährt worden, und auch die Stadt hat bekanntlich 150 neue Anteile für 30 000 Mark übernommen. Die Mitgliederzahl ist im letzten Ge- schäftsjahr von 100 auf 123 die Zahl der Geschäftsanteile von 204 auf 352 gestiegen. Die Ausführung der Neubauten ist leider auf aller- größte Schwierigkeiten gestoßen; man hofft aber doch, zwei Häuser bis zum Herbst fertigzustellen. Henneberger Zeitung 8. August 1918 Vom Stutenhaus. Der geringe Fremdenverkehr auf dem Stu- tenhaus, der durch die Lebens- mittelschwierigkeiten und die „Abwanderung“ der Fremden in die Kurorte verursacht wird, gibt dem Pächter Veranlassung zur Einschränkung des Betriebes. Der Hotelbetrieb wird vorläufig eingestellt, während der Gast- wirtschaftsbetrieb weitergeht. Es ist übrigens erwähnenswert, dass Herr Juchheim das Stutenhaus 38 Jahre in Pacht hat. In dieser Zeit ist aus dem einfachen Gasthaus mit zwei Fremdenbetten der gro- ße Berggasthof geworden, der zu den bekanntesten und vor dem Krieg auch zu den besuchtesten Stätten des Thüringer Waldes gehört. Für unsere Gegend kann er infol- ge des Fortbestehens der Gast- wirtschaft auch weiterhin eins unserer schönsten Ausflugsziele bleiben, und nach dem Krieg wird der Fremdenverkehr sich sicherlich ebenfalls wieder ein- stellen, nicht zuletzt der schönen Lage wegen. Das Stutenhaus ist bekanntlich im Besitz des preu- ßischen Staates. Henneberger Zeitung 28. August 1918 Herr Sanitätsrat Dr. Wehner schei- det nun schon am 1. September aus der Leitung des städtischen Krankenhauses und legt wegen Einberufung zum Heeresdienst für der er sich bekanntlich zur Verfügung gestellt hatte, zu- gleich auch seine Privatpraxis nieder. Das im Krankenhaus unterge- brachte Reservelazarett wird deshalb aufgelöst. Die noch dort befindlichen Verwundeten und Kranken werden nach Meiningen überwiesen. Herr Dr. Wehner hat sich durch seine jahrzehntelange Tätigkeit im Dienst der Mensch- heit Verdienste erworben, beson- ders auch um das Krankenhaus, die von der hiesigen Bevölkerung allseitig anerkannt werden. GESCHICHTEN UND GESCHICHTE AUS DEM STADTARCHIV 90. Geburtstag des Suhler Graveur und Botanikzeichner Herbert Schilling (1908-1978) Hermann Herbert Friedrich Kurt Schilling wurde am 6. August 1908 in Suhl geboren. Er war der Sohn des Graveurs Paul Wilhelm Schilling (1882-1940) und dessen EhefrauWilhelmineMarie Else geb. Springer (1885-…). Die Volksschule besuchte er von 1914 – 1918 und dann bis 1922 die Mittelschule in Suhl. Mit 13 Jahren schon nahm er Zeichenunterricht bei seinem spä- teren Lehrmeister, demGraveurm- eister Karl Kolb sowie beim Suhler Kunstmaler Alexander Gerbig. Seine Lehre als Graveur beendete er 1925 erfolgreich. Im Anschluss daran arbeitete Herbert Schilling von 1927 – 1929 als Graveurgehilfe bei dem Graveurmeister Max Kolb in München. Zugleich nahm er am Zeichenunterricht an der Mal- und Zeichenschule „Die Form“ teil. 1929 kehrte er in seine Heimatstadt Suhl zurück. Hier eignete er sich auch während der Arbeitslosigkeit das Siegelschneiden bei seinem Lehr- meister an und bildete sich unter Anleitung von Alexander Gerbig im Zeichnen weiter. Während zahlreicher Wanderun- gen die er Allein, aber auch mit Naturfreunden unternahm, hatte er immer seinen Zeichenblock und –stift bei sich. Von 1933 an zeichnete er Pflanzen, um sie kennen zu lernen, da er kein Geld für ein Pflanzenbestimmungsbuch hatte. Bald aber fesselten ihn das Suchen, Bestimmen und Zeichnen von Pflanzen so, dass aus diesem Hobby auch eine Art Leidenschaft entstand. 1937 legte er seine Meis- terprüfung als Graveur ab. Nach der Rückkehr aus Krieg und Gefangenschaft ließ er sich als selbstständiger Graveurmeister in Suhl nieder. Ne- benberuflich war Herbert Schilling von 1948 – 1954 als Lehrer für den F a c h u n t e r r i c h t Graveur- und Gold- schmiedekunst an der kommunalen Berufsschule tä- tig. 1951 erfolgte die Überprüfung a l s B o t a n i s c h - wissenschaftlicher Zeichner und seine Aufnahme in den Verband „Bilden- der Künstler der DDR“. Durch seine Zugehörigkeit zum „T h ü r i n g i s c h e n Geologischen Ver- ein“ erweiterte er seine Kenntnisse in der Geologie. 1957 wurde er Mitglied der „Thüringischen Botanischen Gesell- schaft“ und kartier- te seit dieser Zeit Pflanzenstand- orte für das „Institut für Landes- forschung Halle“ und gehörte der „Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der heimischen Orchideen“ an. Als Mitglied der Arbeitsgemein- schaft „Natur- und Heimatfreunde Suhl“ innerhalb des Kulturbundes, welchem er seit seinem Bestehen angehörte, führte er botanische, geologische, kunsthistorische und frühgeschichtliche Exkursionen durch. Seine Reisen nach demKrie- ge, mit dem Ziel, die Pflanzenwelt im benachbarten Ausland kennen zu lernen, führten ihn u. a. in das Isergebirge, mehrmals in die tsche- chische Hohe Tatra, nach Bulgarien insWitoscha- und ins Balkangebir- ge, in die polnischeHohe Tatra und nach Nordböhmen. Herbert Schilling verstarb in Suhl am 11. April 1978 im Alter von 69 Jahren und erlebte leider nicht mehr die Herausgabe des Buches „Wir bestimmen Pflanzen“ von Dr. Wolfgang Heinrich und Elsbeth Lange, an der er durch Illustrati- onen maßgeblich mitgewirkte hatte. Besonders hätte ihn gefreut, dass das vomKinderbuchverlagheraus- gegebene Nachschlagewerk 1978 zum „Schönsten Buch des Jahres“ gekürt wurde. Matthias Reim - Die Tour zumneuen AlbumMETEOR Naturtheater Steinbach-Lan- genbacham1. September 2018, 20.00 Uhr Alben in Spitzenpositionen der Charts, Gold- und Platin-Auszeich- nungen, ausverkaufte Tourneen, begeisterte Fans –wenn einName für die Liebe zur Musik und Live- Entertainment steht, dann ohne jeden Zweifel Matthias Reim. Nach vielen Höhen und Tiefen in seinemLebenhat er immerwieder zurückgefunden zudem, was er so liebt: Zu seiner Musik! Und zu sei- nem treuen Publikum, welches er mit seinerMusik glücklichmachen will. Die Songs erzählen vom Le- ben, von Geschichten von früher, von heute, von der Liebe, von der Traurigkeit, vom Weitermachen. EinHöhepunkt des neuenAlbums ist seine Lebensbeichte, nämlich „Verdammt nochmal gelebt“. Da zieht er die Bilanz seiner inten- siv gelebten 60 Jahre. „Ich will sagen können: Ich habe gelacht, geweint, geliebt – ich will sagen können: Ich hab alles versucht…. ich will sagen können: Ich hab verdammt noch mal gelebt!“ Mit seiner Band hat er ein Live- Programm mit neuen Arrange- ments gestaltet und wird mit frischen Ideen überraschen. Dass dabei die großen Hits nicht fehlen dürfen, ist klar: „Ich hab’ geträumt von Dir“, und all die anderen Titel, die inzwischen zu Klassi- kern geworden sind. So wie auch „Verdammt, ich lieb’ Dich“, das nicht nur das Publikumhörenwill, sondern das auch nach wie vor zu seinen Lieblingsliedern gehört. Man darf gespannt sein auf die neuen Lieder, wie „Himmel voller Geigen“. Ein neues Album, ein neues Programm und eine neue Bühnen- und Lichtshow, das soll- ten Sie nicht verpassen. Tickets gibt es an allen bekann- ten Vorverkaufsstellen, sowie im Internet unter www.eventim.de und www.semmel.de . Karten zu gewinnen! Dazu muss zunächst eine Frage richtig beantwortet werden: Wie heißt das neu Album von Matthias Reim? Ihre Antwort senden Sie bitte mit dem Kennwort„Reim“perPost,FaxoderMailan: Rhön-Rennsteig-Verlag GmbH – Amtsblatt – Erhard-Schübel-Straße 2 98529 Suhl-Heinrichs Fax: 03681-893522 E-Mail: verlag@r-r-v.de BitteAbsender (mitVor-undZuname)nicht vergessen. Der Einsendeschluss ist der 15. August 2018. Unter den richtigen Einsendungenwerden Tickets verlost (bereitgestellt durch Sem- mel Concerts GmbH): 1x2Eintrittskarten fürdasKonzert inStein- bach- Langenbach am 1.9.18, 20.00 Uhr. DerRechtsweg istausgeschlossen.Teilnah- meberechtigt sind Personen ab 18 Jahre. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter des Herausgebers sowie deren Angehörige.DieDatenderTeilnehmerwer- dennurfürdasGewinnspielverwendetund nach dessen Abschluss vernichtet. Zeichnung: Herbert Schilling

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