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„Butterbrunnen“ in der Kur

Historisches Bergwerk auf dem Ringberg fachmännisch gesichert

Suhl (tsd). In den letzten Tagen war schweres Baugerät an der alten Poststraße im Wald auf dem Ringberg zu Gange. Im Auftrag des Thüringer Landesbergamtes in Gera wurden durch den Bergsicherungsbetrieb DMT-Leipzig, Zweigniederlassung der DMT GmbH & Co. KG in Essen, Sicherungsmaßnahmen am Mundloch und am Einschnitt des „Butterbrunnen“ genannten Stollens des historischen Bergwerks „Ehre Gottes“ durchgeführt. Nach NHZ-Recherchen wurden Krallmatten zur Befestigung der Böschungen mit stabilen Ankern angebracht, der Mundlochbereich mit Beton ausgespritzt, eine neue Entwässerung verlegt und eine stabile Absperrung vor den Abhängen errichtet. Auch die Pinge des Schachtes etwas oberhalb des Stollens wurde so gesichert.

Um die Pinge des Fundschachtes „Ehre Gottes“ wurden Stahlseile als Geländer angebracht. 

1999 waren Schacht und Stollen im Rahmen der Anlage des Bergbaupfades auf dem Ringberg hergerichtet worden. Der Bergsicherungsbetrieb in Ilfeld sicherte damals schon Teile der Böschung über dem Mundloch mit Krallmatten.

In den letzten 18 Jahren waren nun die schützenden Geländer aus Holz über dem Stollenmundloch und rund um die Schachtpinge komplett vergammelt. Außerdem hatte die Witterung dem Fels am Stollen arg zugesetzt, so dass immer mehr loses Gestein in den Stollengraben stürzte. Schließlich wurde der Zugang zum Mundloch mittels Band abgesperrt, das natürlich keine Lösung war und von Neugierigen immer wieder überstiegen wurde.

Das Forstamt Oberhof, in dessen Zuständigkeit der Wald am Ringberg liegt, sah dringenden Handlungsbedarf und schaltete das Bergamt ein. Mit einbezogen wurde auch das Umweltamt in Suhl zu Fragen des Schutzes der Fledermäuse, die im Bergwerk ihr Quartier haben.

Die Arbeiten sollen am 14. August 2017 abgeschlossen sein.

Fotos: Thomas Dreger