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Künftig wieder Reifen aus Holz?

Kein verspäteter Aprilscherz: Französischer Autoreifenhersteller bietet in zwei Jahren erste Reifen aus Holz am Markt an

Erfurt (hs). Was sich wie ein verspäteter Aprilscherz anhört, ist schlicht und einfach nahe Zukunft: Der französische Reifenhersteller Michelin, zweitgrößter Reifenproduzent der Welt, will 2020 den ersten Prototypen eines Autoreifens aus Holz am Markt anbieten. Die normalerweise aus Erdöl gefertigten Elastomere im Reifen sollen durch Holzspäne ersetzt werden. Immerhin wären dies rund 80 % des Reifens. Vorteile: Einsparung des ansonsten eingesetzten, nicht nachhaltig gewonnenen Erdöls, niedrigere Produktionskosten und regionale Beschaffungsmöglichkeiten. „Der nachhaltig produzierte Roh-, Bau- und Werkstoff Holz wird immer mehr zum High-Tech-Produkt“, sagt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Die Michelin-Nachrichtenmeldung kommt aus berufenem Mund: Cyrille Roget, Direktor für Wissenschafts- und Kommunikationsmanagement bei Michelin, stellte sie dem australischen Automagazin motoring.au zur Verfügung. Anekdote am Rand: Michelin erfand 1913 das erste demontierbare Stahlrad, dass das damals übliche Holzrad ersetzte.

Titelbild: Künftig nicht nur die Ladung aus Holz, sondern auch die Reifen aus Holz? Holz wird, dank seiner nachhaltigen, naturnahen und regionalen Herstellung, immer mehr zum High-Tech-Rohstoff für vielfältige industrielle Anwendungen.
Quelle/Foto: ThüringenForst, Dr. Horst Sproßmann

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