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Neues Heft in der „Kleinen Suhler Reihe“ zum Jubiläum der Kantorei

Verkauf zum Konzert am 23. September in der Hauptkirche – Autoren zugegen

Suhl. Am 23. September 2018 kommt das Heft 54 der „Kleinen Suhler Reihe“ zur Premiere, wie Ingrid Pabst, Sprecherin der Stadtverwaltung Suhl, informiert. Es stammt vor allem aus der Feder der Kantoren Elisabeth Schubert und Philipp Christ. Zum Jubiläumskonzert 50 Jahre Suhler Kantorei mit englischer Chormusik aus 500 Jahren kann es erstmals erworben werden. Das Konzert beginnt an diesem Sonntag um 16:00 Uhr in der Hauptkirche. Die Autoren sowie „Vereinigungskantor“ Andreas Weber werden zugegen sein.

Seit Jahrhunderten wird auch in Suhl zum Gottesdienst und bei kirchenmusikalischen Aufführungen gesungen. Anlass für dieses Heft ist das 50-jährige Jubiläum der aus Kreuz- und Hauptkirchenchor vereinigten Suhler Kantorei. Deren Geschichte ist eng verbunden mit den jeweiligen Verhältnissen auch in der Stadt. Gerade die frühen Jahre unter Kantor Andreas Weber zeigen, wie sich dazumal Kirchenmusik gegen die sozialistische Entwicklung der Bezirksstadt behaupten musste. Elisabeth Schubert gelang es dann, in den 35 Jahren ihres Wirkens die Suhler Kantorei zu einer musikalischen Institution zu entwickeln und großartige Aufführungen zu gestalten. Seit 2010 leitet Philipp Christ den Chor und bereichert mit der Kantorei seinerseits durch glanzvolle Konzerte das kirchliche und kulturelle Leben der Stadt.

Wie immer reich illustriert und von Annette Wiedemann gestaltet, bietet das Heft einen Überblick über die Geschichte der Kantorei und bemerkenswerte Aufführungen des Chores. Dabei fiel es durchaus schwer, Dokumente aus den frühen Jahren zwischen 1968 und 1974 zu finden. Hier konnten biografische Aufzeichnungen von Andreas Weber, der zuletzt Domkantor in Meißen war, sowie von Pfarrer Hans Michael genutzt werden. Deren Berichte ergänzen sich in schöner Weise und bieten erstmals auch einen Einblick in das Konfliktpotenzial zwischen Staat und Kirche zur damaligen Zeit. In der Ära von Elisabeth Schubert setzten sich manche Querelen fort bis dahin, dass beispielsweise bei großen Aufführungen stets nur „Ein Orchester“ auf den Programmzetteln erscheinen durfte, da eine Mitwirkung von Musikern der Suhler Philharmonie offiziell nicht erwünscht war – aber praktiziert wurde. Hierbei setzte sich u. a. Philharmonie-Chefdirigent Siegfried Geißler immer wieder für eine Zusammenarbeit ein, was von Elisabeth Schubert ausdrücklich gewürdigt wird. Rezensionen zu kirchlichen Konzerten in der Tageszeitung gab es damals allerdings nicht. Das änderte sich wie vieles andere auch im kirchlichen Musikleben der Stadt erst nach 1990. Dem Leser wird manches tolle Konzert in Erinnerung gerufen, was sich auch für die Zeit nach dem Amtsantritt von Philipp Christ 2010 fortsetzt. In diesem drittem Abschnitt des Heftes kommen zudem auch die langjährigen Kantorei-Mitglieder Christiane Brzezinski, Gabriele Bethge, Berit Niedling und Robert Müller selbst zu Wort. Einer Idee von Philipp Christ folgend schrieb Herausgeber Holger Uske deren Antworten auf Fragen zum Engagement in der Suhler Kantorei und deren vielfältigen Aktivitäten auf.

Das Heft ermöglicht einen Ausflug in einen bisher weniger beachteten Bereich der Suhler Kulturgeschichte und zeigt, wie sich bis heute Sängerinnen und Sänger für ihren Glauben, ihren Chor und die Vielfalt der Musik in ihrer Stadt engagieren. Kantor Andreas Weber und Kirchenmusikdirektorin Elisabeth Schubert werden beim Festkonzert zugegen sein. Philipp Christ steht am Dirigentenpult. Oberbürgermeister André Knapp wird ein Grußwort sprechen.

Zu erwarten ist also eine Buchpremiere ohne Lesung, jedoch eingebettet in eines jener Konzerte der Suhler Kantorei, mit der die Reihe großartiger Aufführungen in der und auch für die Stadt Suhl fortgesetzt wird. Herzlich willkommen dazu! Der Eintritt ist frei. Das Heft 54 der Kleinen Suhler Reihe ist dann ab Montag in der Galerie im CCS, im Stadtarchiv und im Gemeindebüro der Evangelischen Kirche zum üblichen Preis von 7 € (Abonnenten 6 €) erhältlich. Die Auflage beträgt diesmal 300 Stück.

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