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Nachdruck der Ausgabe „Lautenberg“ der „Kleinen Suhler Reihe“

Suhl. Durch die Stadtverwaltung Suhl wurde für das Heft 55 der „Kleinen Suhler Reihe“ zur Geschichte der Lautenbergsiedlung aufgrund der sehr großen Nachfrage ein Nachdruck beauftragt. Diese Hefte liegen jetzt vor und können ab sofort in der städtischen Galerie im Atrium des Congress Centrums Suhl erworben werden.

Zahlreiche Bürger hatten auch noch nach diesem Heft aus der Feder von Dr. Gunter Dreßler gefragt, nachdem die Erstauflage von 500 Exemplaren bereits ausverkauft war. Nach der überaus erfolgreichen Premiere am 30. Oktober 2018 war das Heft praktisch binnen vier Wochen vergriffen.

Die vielen Interessenten haben nun wieder die Möglichkeit, das Heft zum üblichen Preis von 7 € in der Galerie im CCS zu erwerben. Die Galerie hat täglich geöffnet, und zwar Montag bis Freitag 13 – 17 Uhr und Samstag/Sonntag 11 – 17 Uhr. Mögliche Rückfragen dort sind auch unter der Rufnummer (03681) 78 83 01 möglich.

Geschichte der Lautenbergsiedlung im Mittelpunkt

Im  Heft 55 der „Kleinen Suhler Reihe“ steht die Lautenbergsiedlung im Mittelpunkt. 80 Jahre nach der Gründung des Siedlervereins auf dem Lautenberg legt Dr. Gunter Dreßler, selbst seit langem ein „Lautenberger“, eine unfassende Darstellung der Entwicklung des Wohngebietes vor, das heute zu den beliebtesten der Stadt Suhl gehört. Noch zu Zeiten der Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke Simson & Co begannen die Planungen dafür, die dann nach den Simson-Enteignungsprozessen und der Überführung des Werkes in die natio-nalsozialistische Wilhelm-Gustloff-Stiftung forciert wurden. Schon 1935 begann die Bautä-tigkeit auf den bis dahin vor allem landwirtschaftlich genutzten Flächen des Lautenbergs. Bis 1940 standen bereits Siedlungshäuser für etwa 300 Familien. Die Bautätigkeit wurde auch während des Krieges fortgesetzt, wenn auch nicht alle Planungen umgesetzt werden konnten. Zug um Zug kamen dann nach 1945 beispielsweise Einkaufseinrichtungen und Schule, aber auch weitere Wohnbauten hinzu.

Wer weiß heute noch, dass viele der Suhler Wohnsiedlungen in den 1930-er Jahren ursprünglich als Werkssiedlungen errichtet wurden? Und dass sich die Unternehmen dafür des Sachverstandes in Planung und Bauausführung und auch der Finanzkontakte großer Heimstätten-Gesellschaften bedienten? Das trifft auch auf die Lautenbergsiedlung zu, die ursprünglich als Siedlung für die „Gefolgschaft“ der Gustloffwerke – vormals Simson – entstand. Dr. Dreßler kontaktierte dazu Dutzende Siedlerfamilien, sprach mit den Nachkommen erster Siedler und recherchierte akribisch im Suhler Stadtarchiv sowie den Staatsarchiven in Meiningen und Gotha. Alte Baupläne und Fotos aus den Anfangsjahren konnten in die Publikation einfließen. Vom Leben in der Siedlung wird berichtet. Aus den zahlreichen Dokumenten und Berichten, aber auch den eingeflochtenen Anekdoten der Bewohner entsteht so Seite um Seite ein lebendiges Bild der mehr als 80-jährigen Geschichte dieses Suhler Stadtteils. Annette Wiedemann gestaltete das Heft in bewährter Weise, großzügig und mit viel Liebe zum Detail.

Zu guter letzt gelang es dem Autor auch noch, zahlreiche Lautenberger Bürger und Unternehmer sowie Freunde des Wohngebiets davon zu überzeugen, sich an den Veröffentli-chungskosten zu beteiligen. Im Ergebnis liegt ein vor allem von Sponsoren und von der Stadt finanziertes 72-seitiges Heft vor, das in zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen und 23 Kapiteln viele Aspekte des Wohngebiets Lautenberg erstmals beleuchtet, vom Beginn des Baugeschehen bis in die Gegenwart. Gunter Dreßler, 1947 in Meerane geboren und seit Anfang der 1970-er Jahre in Suhl, arbeitete hier fast 20 Jahre als Polytechniklehrer und war nach 1990 u. a. als Geschäftsführer Bildung der Handwerkskammer Südthüringen tätig. In der „Kleinen Suhler Reihe“ legte er bereits Heft 52 „Polytechnischer Unterricht in Suhl“ vor.

Titelbild: Coverbild – Blick vom Lautenbergsattel auf die Lautenbergsiedlung um 1940.
Text: Holger Uske, Foto: Slg. Archiv Hartmut Stitzel

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