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Über 220 neue Lehrerinnen und Lehrer in den ersten Wochen des Jahres eingestellt

Holter: „Die Umstellung des Einstellungsverfahrens ist ein Erfolg“

Erfurt (lr). Gute Nachrichten für Thüringens Schulen: In den ersten Wochen des Jahres 2019 wurden bereits 228 neue Lehrkräfte unbefristet in den Thüringer Schuldienst eingestellt. Im Vergleichszeitraum 2018 waren es 177 Lehrkräfte. Die meisten neuen Lehrerinnen und Lehrer beginnen an den Gymnasien (67) und Grundschulen (60) ihren Dienst, an den Regelschulen starten nach den Winterferien 33 neue Pädagogen. Das Einstellungsverfahren läuft kontinuierlich weiter, alle frei werdenden Stellen werden nachbesetzt. Aktuelle Stellenausschreibungen finden sich unter www.lehrerstellen-thueringen.de.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter: „Die Umstellung des Einstellungsverfahrens im vergangenen Jahr ist ein Erfolg. Wir ersetzen ganzjährig und kontinuierlich jede frei werdende Stelle. Damit sind wir im Jahr 2018 auf 866 unbefristete Einstellungen gekommen. Das ist ein Rekordwert. Voraussichtlich werden wir das in diesem Jahr noch übertreffen und bis zu 1.200 Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Darunter werden erstmals knapp 300 Pädagogen sein, die nicht nur nachbesetzt, sondern zusätzlich in den Schuldienst geholt werden. Es gibt einen Stellenaufwuchs und der ist auch notwendig. Den ersten 228 neuen Kolleginnen und Kollegen in diesem Jahr wünsche ich einen erfolgreichen Start an ihren Schulen.“

Aufgrund der Ruhestandsregelungen lässt sich derzeit nur ungefähr prognostizieren, wie viele Lehrkräfte in diesem Jahr aus dem Dienst ausscheiden und ersetzt werden müssen. Anhand der Erfahrungen des Vorjahres geht das Bildungsministerium davon aus, dass im gesamten Jahr 2019 rund 900 Lehrkräfte in den Ruhestand gehen, der Großteil davon in der zweiten Jahreshälfte.

Helmut Holter weiter: „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um alle freien Stellen zu besetzen. Die Schulämter haben in den ersten Wochen des Jahres bereits rund 30 Prozent mehr Neueinstellungen vorgenommen als im gleichen Zeitraum 2018. Dafür gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank. Da wir uns von knapp 870 Einstellungen im Vorjahr auf 1.200 in 2019 steigern wollen, bleibt der Druck sehr hoch. Wir sind aber auf einem guten Weg und liegen im Plan. Erfreulich ist zudem, dass wir nach den Winterferien neben neuen Lehrerinnen und Lehrern auch zahlreiche neue Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter in den Schulen begrüßen können.“

Im Februar starten 376 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter den praktischen Teil ihrer Ausbildung (Vorjahr: 339). Damit sind aktuell insgesamt 867 Referendare an Thüringer Schulen tätig. Die Ausbildungszeiten variieren nach Schularten und Teilzeitverhältnissen.

Hintergrund:

In den Jahren 2015 und 2016 wurden jeweils 500 neue Lehrkräfte in den Thüringer Schuldienst geholt, 2017 waren es 640, darunter zusätzliche Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache (DaZ).

2018 wurde die Systematik der Neueinstellungen umgestellt. Mit der steigenden Zahl der Pensionierungen ist absehbar gewesen, dass die jährlichen 500 Einstellungen nicht mehr ausreichen werden, um den Bedarf zu decken. Deshalb hat die rot-rot-grüne Landesregierung mit dem Personalentwicklungskonzept 2025 im Frühjahr 2017 beschlossen, dass der Deckel von 500 Stellen wegfällt und in den nächsten Jahren alle aus dem aktiven Schuldienst ausscheidenden Lehrkräfte ersetzt werden können. Daraufhin kamen 2018 insgesamt 866 Lehrkräfte neu in den Thüringer Schuldienst. Zwischen 2015 und 2018 erfolgten somit insgesamt 2.506 unbefristete Einstellungen.

Im Zusammenhang mit dem Haushalt 2020 wurde zudem verabredet, dass Thüringen 2019 289 und 2020 285 Lehrkräfte zusätzlich zur Wiederbesetzung der frei werdenden Stellen einstellen kann. Dadurch sind 2019 rund 1.200 Einstellungen geplant.

Titelbild: Thüringens Bildungsminister Helmut Holter
Text: TMBJS, Frank Schenker; Foto: Steffen Prößdorf (Lizenz: CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons)

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