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Störche: Willkommen zurück

Bestand der Brutpaare hat sich innerhalb von knapp 10 Jahren verdoppelt

Erfurt (lr). Mit den Weißstörchen landen die ersten Frühlingsboten im Freistaat Thüringen. In dieser Woche wurden drei „Heimkehrer“ in Creuzburg, Wasungen und Dankmarshausen gesichtet. „Willkommen zurück! Wir freuen uns sehr über die Rückkehr der Störche. Und noch mehr über die wachsende Zahle der Brutpaare“, erklärt Umweltministerin Anja Siegesmund. „Wenn wir unsere Wiesen und Sümpfe, unsere Bäche, Seen und Flüsse vor Verschmutzung schützen, erhalten wir unsere Artenvielfalt und bieten auch den Störchen eine gute Heimat.“

Das milde Wetter und ein Hochdruckgebiet werden den Vogelzug über das Wochenende deutlich verstärken, so die Vogelschutzwarte Seebach. Milde Winter führen zu einer früheren Rückkehr der Zugvögel. Im Vorjahr gab es in Thüringen 61 Brutpaare, die 135 Jungvögel großzogen. Damit hat sich der Brutbestand des Weißstorchs im Freistaat Thüringen innerhalb des vergangenen Jahrzehnts verdoppelt.

Weißstörche errichten ihre auffälligen Horste auf Häusern oder speziell aufgestellten Nisthilfen und nutzen sie mehrere Jahre, mitunter auch Jahrzehnte. Im Regelfall kehren zuerst die Männchen zurück und versuchen die vorjährigen Horste zu besetzen. Die Weibchen folgen etwas später, und die Paarbindung wird bei jeder Begrüßung durch lautes Klappern mit dem Schnabel bekräftigt. Dieses Verhalten ist sehr auffällig und lässt sich gut beobachten. Daher wird der Weißstorch im Volksmund auch als „Klapperstorch“ bezeichnet. Ihre Nahrung suchen die Vögel in feuchten Wiesen, Sümpfen und Uferregionen von Stand- und Fließgewässern.

Weißstörche sind Langstreckenzieher, die ihre Winterquartiere in West-, Ost- und Südafrika haben. Sie sind typische Segelflieger und deshalb auf Thermik angewiesen. Diese fehlt regelmäßig über Wasserflächen. Somit stellt das Mittelmeer beim Zug zwischen Sommer- und Winterquartier ein gravierendes Hindernis dar. Es wird entweder über die Westroute über Gibraltar oder die Ostroute über den Bosporus umflogen. Diese beiden Orte stellen jeweils ein Nadelöhr auf den Zugrouten dar, so dass dort an guten Zugtagen mehrere tausend Störche gezählt werden können.

Am Ende der Brutzeit bleiben die Altvögel und flüggen Jungvögel noch ein paar Wochen im heimischen Brutrevier. Der Wegzug in die Winterquartiere beginnt im August. Auch hier ist die  Witterung entscheidend. Häufig lösen Kälte-/Schlechtwettereinbrüche den Wegzug aus.

Text: TMUEN; Foto: Josefine Dreger

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