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Holz aus heimischer Forstwirtschaft ist sicher

Bis zu 17 % der globalen Holzernte stammt aus illegalen Quellen. Weltweiter Handel mit dem nachwachsenden Rohstoff wird immer unübersichtlicher

Erfurt (hs). Wie vielseitig und allgegenwärtig Holzprodukte in allen Bereichen des Lebens sind, fällt bislang kaum noch auf: Kaffeebecher aus Pappe, Kindergeschirr aus Bambus, Säcke mit Holzkohle für den Bratwurstgrill, Parkett aus Nussbaum, Musikinstrumente aus Rosenholz oder Gartenmöbel aus Tropenholz. Der weltweite Handel macht diese Holzvielfalt möglich. Aber stammt das in diesen Produkten eingesetzte Holz tatsächlich aus nachhaltiger und damit verantwortungsvoller Forstwirtschaft? Um den europäischen Verbraucher in dieser unübersichtlichen Marktsituation Produktsicherheit zu geben, trat vor sechs Jahren die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) in Kraft, die den Handel von illegal geschlagenem Holz innerhalb der EU unterbinden soll. Dies ergibt in mehrfacher Hinsicht Sinn: Denn der Handel mit illegalem Holz geht zu Lasten nachhaltig produzierten und legal geernteten Holzes. Gerade in den heimischen Wäldern, und damit auch in Thüringen, gelten nicht nur die weltweit schärfsten Forstgesetze, sondern vielfach zusätzlich auch selbstverpflichtende Zertifizierungssysteme wie etwa PEFC. Darauf macht die Thüringer Landesforstanstalt aufmerksam.

Bis zu 17 % der globalen Holzernte stammt aus illegalen Quellen

Nach einer Studie des Kompetenzzentrums Holzherkünfte des Hamburger Thünen-Instituts, einer staatlichen Behörde im Zuständigkeitsbereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL), hat sich die Holzverbrauchsmenge weltweit innerhalb der letzten 50 Jahre verdoppelt. Mit ihr gewachsen ist der illegale Holzeinschlag, der bis zu 17 % der globalen Holzernte ausmacht. „Aufgabe der Hamburger Holzdetektive ist es, illegale Machenschaften im milliardenschweren globalen Handel mit Holz aufzudecken“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Rund 1.400 Herkunftsgutachten erstellen die 15 Forscher pro Jahr – Tendenz steigend. Mit immer feineren Methoden: So wird nicht nur die Holzart, sondern mithilfe von Genmarkern sogar die lokale Herkunft von Holz ermittelt. Auch kann geschütztes Tropenholz in Papier, Faserplatten oder gar in Grillkohlenachgewiesen werden. Mit der EUTR sind Holzhändler und Holzverarbeiter in der Pflicht, lückenlos über Art und Herkunft des Holzes zu berichten. Entsprechend sind die Auftraggeber des Kompetenzzentrums insbesondere der Holzhandel, Holzverarbeiter, Zoll- und Umweltbehörden.

Wer ein „sicheres“ Holzprodukt will, sieht die heimische Holzernte mit anderen Augen

Wer Holz oder Holzprodukte aus heimischer Forstwirtschaft, oft an Zertifizierungslabeln erkennbar, wählt, kann mit seiner Kaufentscheidung illegalen Holzhändlern ein Schnippchen schlagen. Und verhindert die negativen Folgen illegalen Holzeinschlags für Klima, Umwelt und Artenvielfalt. Mit diesem Wissen um die komplexen Zusammenhänge erhofft sich Forstministerin Birgit Keller, dass Waldbesucher künftig Holzerntemaßnahmen zur Nutzung der heimischen Ressource Holz mit mehr Verständnis aufnehmen. „Denn jeder Festmeter Holz, der etwa in Thüringen nachhaltig und naturnah geerntet wird, kann den illegalen Holzhandel eindämmen. Jeder in Thüringen geerntete und weiterverarbeitete Festmeter Holz sichert einen der über 40.000 Arbeitsplätze in der Forst- und Holzbranche des Freistaats“, so Keller.

Titelbild: Der Wald in Eigentum der ThüringenForst-AöR ist komplett PEFC-Zertifiziert. Die Landesforstanstalt unterwirft sich damit freiwillig einem „Wald-TÜV“, der die gesamte betriebliche Waldbewirtschaftung regelmäßig vor Ort überprüft.
Text/Foto: ThüringenForst, Dr. Horst Sproßmann

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