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Olé, der Paso doble ist sein Lieblingstanz

Interview mit Tanzjuror Joachim Llambi, dem Stargast der „Suhler Ballnacht“ am 18. Mai

Suhl. Viele kennen Joachim Llambi vor allem als Juror bei der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“. Dabei hat der 54-jährige Spanier, der in Duisburg geboren wurde und heute in Frankfurt/Main lebt, auch eine Karriere als Profitänzer und Börsenmakler hinter sich. Der Allrounder ist zudem Wertungsrichter bei Tanzturnieren, moderiert mehrere Fernsehsendungen und hat sich mit dem Buch „Das wollte ich Ihnen schon immer mal sagen: Mut zur ehrlichen Kritik“ auch als Autor schon einen Namen gemacht. Nun kommt Joachim Llambi am 18. Mai nach Suhl, als Stargast der 1. „Suhler Ballnacht“ im CCS. Vorab war Gelegenheit zum Interview.

Herr Llambi, sind Sie schon mal auf Thüringer Tanzparkett in Aktion gewesen?
Oh ja, schon sehr oft – zum Beispiel in Erfurt, Weimar und auf der Wartburg. Im CCS in Suhl war ich vor einigen Jahren auch schon einmal zu Gast – allerdings nicht bei einem Tanz-Event, sondern bei der Veranstaltung einer Bank.

Und wie kam es jetzt zum Engagement bei der „Suhler Ballnacht“?
Schon seit der Wende arbeite ich eng mit der Tanzschule Köhler-Schimmel aus Chemnitz zusammen, die ja auch die Suhler Ballnacht veranstaltet. Vor einem halben Jahr fragte mich Jürgen Schimmel, ob ich Lust hätte, dort mitzuwirken. Weil ich die gute Qualität seiner Veranstaltungen kenne und am 18. Mai Zeit hatte, war es mir ein leichtes, „Ja“ zu sagen.

An diesem Tag haben Sie ab 14 Uhr volles Programm – mit zwei Tanzworkshops und der Ballnacht. Können Sie schon Näheres dazu sagen?
In einem der Workshops dreht sich alles um lateinamerikanische Tänze, im anderen stehen Standardtänze im Mittelpunkt. Und zur Ballnacht werde ich durch das Programm führen und die komplette Moderation machen. Ich freu‘ mich schon sehr auf diesen Tag.

Haben Sie selbst eigentlich einen Lieblingstanz?
Bei den Standardtänzen ist es der Langsame Foxtrott, bei den lateinamerikanischen Tänzen mag ich besonders den Paso doble. Meine Herkunft Spanien liegt da wohl ganz nahe.

An dieser Stelle lässt sich bestimmt auch gut die Neugier stillen, was es mit dem Doppel-L am Anfang Ihres Nachnamens auf sich hat …
Das Doppel-L ist ein normaler Buchstabe im spanischen Alphabet. Er wird wie Lj ausgesprochen. Aber darauf lege ich hier keinen großen Wert, denn ich möchte es meinen Mitmenschen nicht so schwer machen! Der erste Teil meines Namens bedeutet übrigens Blitz, der zweite Teil Wein. Blitzwein, das ist doch auch nicht schlecht!

Viele Jahre gab es in Ihrem Leben den fliegenden Wechsel vom Tanzparkett aufs Börsenparkett und umgekehrt. Wie war das so?
Es war wunderbar, diese Kombination von Tätigkeiten auszuüben, die an sich nichts gemeinsam haben und sich doch gegenseitig befruchten. Vom Frankfurter Börsenparkett habe ich mich vor nunmehr fünf Jahren verabschiedet. Aber auch heute werde ich noch oft als Redner zu Veranstaltungen eingeladen, die sich mit dem Thema Börse beschäftigen.

Welche Erfolge haben Sie als Profitänzer zusammen mit Ihrer Partnerin eingefahren?
Als Deutsche Vizemeister waren wir berechtigt, an internationalen Turnieren teilzunehmen. Der Finaleinzug bei der WM und EM in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen waren die größten Erfolge.

Nun hat gerade wieder „Let’s Dance“ begonnen, die mittlerweile 12. Staffel. Brennt bei Ihnen das Feuer dafür noch so wie am Anfang?
Ja selbstverständlich, sonst würde ich nicht so sehr hinter dieser Sendung stehen und sie mittragen. Sicher, bei der ersten Staffel war man vor allem gespannt darauf, wie das Format abläuft und beim Publikum ankommt. Jetzt sind wir immer wieder aufs Neue gespannt darauf, wie sich die Kandidaten tänzerisch entwickeln.

Apropos: Welcher Promi hat Sie bei „Let’s Dance“ bisher am meisten beeindruckt?
Da fällt mir spontan Alexander Klaws ein, der erste Gewinner von DSDS. Natürlich hatte er eine gewisse Vorbildung, aber die Show, die er abgeliefert hat, war einfach toll. Auch Moritz A. Sachs, der Klaus Beimer aus der „Lindenstraße“, hat mich in seiner tänzerischen Entwicklung echt beeindruckt.

Sie sind ein bekannt strenger Juror bei den Shows, halten mit Ihrer Meinung zu den Tanzleistungen nicht hinter dem Berg. Wie gehen Sie selbst mit Kritik Ihnen gegenüber um?
Sehr gut, denn sie bringt mich weiter. Wenn Kritik ehrlich, klar, verständlich und nachvollziehbar ist, dann kann ich mich daran hochziehen und weiterentwickeln. Es gibt nichts schlimmeres, als Probleme auszusitzen und nicht anzusprechen.

Sehen wir Sie in diesem Jahr auch wieder im ZDF-Fernsehgarten?
Bei einigen Sendungen werde ich wieder als Co-Moderator von Andrea Kiewel dabei sein. Auch das macht riesen Spaß.

Vielen Dank für das Gespräch und einen schönen Tag zur „Ballnacht“ in Suhl.

Titelbild: Joachim Llambi führt am 18. Mai im CCS zwei Tanz-Workshops durch und moderiert die Ballnacht. 
Interview: Steffi Seidel
Foto: Agentur

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