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8. Suhler Lesenacht am 17. Mai

Suhl. Zur 8. Suhler Lesenacht am Freitag, dem 17. Mai 2019, geht es nach dem Auftakt mit dem Deutschen Buchpreisträger von 2014 Lutz Seiler in der Stadtbücherei Suhl in Leseorte der „Suhler Moderne“. Dort kommen wie bei der Suhler Lesenacht üblich wieder regionale Autoren zum Zuge, diesmal aus Erfurt, Suhl und Rohr. Die inzwischen 8. Suhler Lesenacht wird wieder gemeinsam veranstaltet vom Südthüringer Literaturverein und der Stadt Suhl und maßgeblich gefördert von der Rhön-Rennsteig-Sparkasse. Vom Ablauf her wird das bewährte Format fortgeführt: Nach dem Auftakt um 19:00 Uhr in der Stadtbücherei stehen noch einmal drei Lesungen zur Auswahl, die jeweils um 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr beginnen.

Auftakt mit Lutz Seiler

Die Auftaktlesung in der Stadtbücherei Suhl, Bahnhofstr. 10, bestreitet ab 19:00 Uhr Lutz Seiler, der für seinen Roman „Kruso“ 2014 den Deutschen Buchpreis erhielt. Der Roman des aus Ostthüringen stammenden und nun in Wilhelmshorst und Stockholm lebenden Autors spielt im Som­mer 1989 auf der Insel Hiddensee. Beinahe außerhalb der „Normalzeit“ der DDR prallen dort die Widersprüche des Landes aufeinander und verdichten sich mit dem Fortgang dieses Sommers. Lebensentwürfe werden gegeneinander abgewogen. Die Saison in einem Betriebsferienheim wird zum Synonym für ein ganzes Land…  Die Erzählstränge verweben sich dabei auf sprachlich fesselnde Art und Weise und ergeben ein bis dahin noch nie so wahrgenommenes Kaleidoskop des Lebens am Rande der DDR mitten in einer Umbruchszeit. Lutz Seiler liest Auszüge aus diesem im Vorjahr verfilmten Roman sowie aus dem Manuskript für seinen neuen Roman „Meine Wohnung“. Zwei kurze Gesprächsrunden sowie eine Signier-Möglichkeit ergänzen die Lesung.

Wie bei den Lesenächten üblich stehen dann um 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr jeweils drei Lesungen an drei Leseorten zur Auswahl, die diesmal an Orten der „Suhler Moderne“ stattfinden.

Lyrik mit Nancy Hünger

Am Eröffnungsort, der Stadtbücherei, einem erst 2004 eröffneten markanten Neubau im Suhler Zentrum, stellt Nancy Hünger aus Erfurt ihren neuen Gedichtband „Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett“ vor. Die seit langem mit der Region verbundene Autorin -beispielsweise leitete sie einige Jahre das Lyrikseminar der Südthüringer Literaturwerkstatt – bereichert mit zarter Stimme, aber sprachmächtigen Versen die deutsche Gegenwartsdichtung. „Mit kunstvoll rhythmisierten Versen und einem erstaunlichen Register an Formen und Farben, Tonlagen und Stimmungen“ erschreibe sich die Dichterin ein ganz eigenes Feld, so ihr Verlag. „Ihre Gedichte verbinden die Küsten Siziliens und Nordafrikas, loten den schmalen Grat zwischen Sexualität und Gewalt aus, imaginieren das eigene Verschwinden“. Eine der besten Lyrikerinnen des Landes ist hier live zu erleben!

Diese Lesung – wie auch die weiteren nach dem Auftakt – kann um 20:30 und um 22:00 Uhr noch einmal erlebt werden, so dass die Gäste die Leseorte noch einmal wechseln können.

Geschichten aus dem prallen Leben von und mit Iris Friebel

Nur wenige Meter von der Bibliothek entfernt, in der städtischen Galerie im Atrium des CCS, Friedrich-König-Str. 7, stellt Iris Friebel aus Rohr „Die Erbschaft“ und weitere ungewöhnliche Geschichten vor. Die inhaltliche Palette der Autorin reicht dabei von der erwähnten außergewöhnlichen Erbschaft über eine (einmalige) Bananenflut in der DDR bis hin zur zarten Begegnung mit dem Vogel der vier Winde mitten in Afrika, der seinerseits mit der ganzen Welt vernetzt ist. Iris Friebel ist Mitglied im Südthüringer Literaturverein und war seinerzeit bei der Aufführung des Stückes um die Geschichte der Königin Theophanu und ihres in Rohr gefangenen Sohnes aktiv beteiligt. Das Atrium des Congress Centrums, 1995 in Betrieb genommen, verdeutlicht auf seine Weise moderne Architektur in Suhl, war dafür damals doch das Architekturbüro Zeidler aus Toronto federführend verantwortlich. Südthüringer Literatur bodenständig und international!

Gedichte, Lieder und Erzählungen mit Holger Uske

Dritter Veranstaltungsort ist diesmal die Rennsteig-Galerie in der Geschäftsstelle der AWG „Rennsteig“ eG, Friedrich-König-Str. 11. Dort stellt der Vorsitzende des Südthüringer Literaturvereins Holger Uske sein neues Programm „Zwischen Morgen und Abend ein Haus“ vor. Der schon langjährig aktive Autor lädt dazu ein, sich an jedem Tag sein eigenes (poetisches) Haus zu bauen. Bausteine dafür sind ihm neue Gedichten vom Lauschen, Gehen und Schweben, Kurzerzählungen sowie neue und ältere Lieder aus der eigenen Feder. Die Rennsteig-Galerie, von der AWG einst aus dem Jugendklub „Wilhelm Pieck“ umgebaut, ist seit Jahren ein moderner Ort der Kulturvermittlung in der Stadt und nun erstmals auch Podium der Suhler Lesenacht.

Der Eintritt zur Auftaktveranstaltung beträgt 5 €, die Nachfolge-Lesungen sind frei. Ermöglicht wird das durch die Förderung der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und die Unterstützung der Stadt Suhl sowie der beteiligten Partner vor Ort.

Herzlich willkommen zum Stelldichein der Literatur mit einem Suhrkamp-Autor zum Auftakt und erfolgreichen Autoren aus Thüringen an Orten der Moderne in Suhl!

Text: Holger Uske; Archivfoto: Thomas Dreger

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