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Zum Praktikum nach Schweina: Studierende von der Universität der Künste Berlin bauen mit an der „Krone“

Bad Liebenstein-Schweina. Am Ende musste das Los entscheiden: 21 Studierende der Universität der Künste in Berlin hatten sich für den Kurs „Bauen im Bestand“ beworben, zwölf von ihnen kommen nun im Mai und Juni nach Schweina. An zwei verlängerten Wochenenden werden sie die „Retter der Krone“ (Bürgerinitiative Krone Schweina e.V.) bei der denkmalgerechten Sanierung des historischen Gasthauses „Krone“ in Schweina unterstützen. Angeleitet und begleitet werden die Berliner Studierenden von Professor Dr. Christoph Gengnagel und Alexander Hey, einem Experten in Sachen Aufmaß, Laserscanning und 3D-Modellierung. Initiiert hat das Projekt Martin Biedermann, Mitglied des Vereinsvorstandes der Kronenretter.

Das Programm für den studentischen Landpraxis-Ausflug ist vielfältig: Im Mai wird das Gebäude mithilfe eines sogenannten Rotationslasers aufgemessen und digital zusammengesetzt. Auch die Statik des Gebäudes nehmen die Studierenden in den Blick. Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen können sie ein bis zwei Nutzungsentwürfe für die Krone erstellen. Bei einem zweiten Besuch im Juni packen die Berliner bei den Bauarbeiten kräftig mit an, u.a. beim Lehmbau und der Fassadenrenovierung.

Neben all der Arbeit gibt es auch Gelegenheit, die Gegend zu erkunden und das Landleben kennenzulernen. Ein Besuch des Kunstfestes in Schweina am 18. Mai bietet sich geradezu an, genauso wie eine Tour durch Schloss und Park Altenstein oder ein Abstecher zum Internationalen Glasbachrennen.

Mit viel Engagement und Ideenreichtum setzt die Bürgerinitiative Krone Schweina heute schon eine Idee um, die im März Studierende der FH Erfurt während der Veranstaltungsreihe Campus.Schweina theoretisch vorgestellt haben: Schweina zu einem LandCampus zu machen. Da wo in der Infrastruktur Voraussetzungen fehlen, wird improvisiert: So können alle Teilnehmer privat untergebracht werden.

Programm Teil I, 17. bis 20. Mai 2019

  • 17. Mai: Vortrag zum Ort und zum Haus, Beginn Aufmaß, Einführung in die Bau- und Tragkonstruktion von Fachwerkhäusern
  • 18. Mai: Fortsetzung Aufmaß, erste Ideen zu Nutzungs- und Entwurfskonzepten
  • 19. Mai: Spaziergang Altensteiner Park/Besichtigungen, Fortsetzung Nutzungs- und Entwurfskonzepte
  • 20. Mai: Fertigstellung Aufmaß, Tragwerksanalyse; 11 Uhr: Pressegespräch

Programm Teil II, 14. bis 17. Juni 2019

  • 14. Juni: Einweisung, Start handwerkliche Tätigkeit
  • 15. Juni: handwerkliche Tätigkeit
  • 16. Juni: Besichtigungen
  • 17. Juni: handwerkliche Tätigkeit

 

Hintergrund

Vor circa einem Jahr besuchten zahlreiche Studierende aus ganz Deutschland im Rahmen einer sogenannten Winterschool Bad Liebenstein. Der Grund: herauszufinden, ob hier ein Hochschulstandort auf dem Land etablierbar wäre. Und sie wurden fündig: auf dem ehemaligen Gelände von Pfeifen & Holz in Schweina. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellten sie abschließend öffentlich in Erfurt vor. Das Ende der Winterschool war der Anfang eines Folgeprojektes: 12 Masterstudierende der FH Erfurt beschäftigten sich im letzten Wintersemester intensiv mit der Weiterentwicklung der Landcampusidee. Die Ergebnisse stellten sie im März beim 8. Campus.Schweina vor.

Titelbild: Das Studien- und Bauprojekt: Das historische Gasthaus „Krone“ in Schweina.
Text: Stadtverwaltung Bad Liebenstein, Stefanie Kießling; Foto: Stadtverwaltung BaLi

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