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Wiederbelebungstraining einmal anders

Zwei Rettungswagen parken vor dem Steinwegcenter, mitten in der Stadt. Davor: 20 Reanimations-Puppen. Ein DJ spielt das Lied „Staying Alive“ von den Bee Gees und schon trainieren 20 potentielle Ersthelfer, was zu tun ist, wenn jemand bewusstlos zusammenbricht.

Suhl. Der Notarzt und Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Dr. Raimondo Laubinger hat diese Aktion angestoßen. Er möchte medizinischen Laien zeigen, wie einfach es ist, jemanden bei einem Kreislaufstillstand wiederzubeleben, bis der Rettungsdienst eintrifft. „Jeder kann helfen. Das einzige, was man bei der Reanimation falsch machen kann, ist gar nichts zu tun“, erklärt der Rettungsmediziner. Und so ist es auch an diesem Tag: Die Aktion in der Suhler Innenstadt wird von vielen beäugt, einige machen Bilder und Videos – kaum jemand aber traut sich, selbst zuzupacken und die Reanimation zu üben.

Dass es gar nicht so schwer ist, erläutert der Notarzt mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Klinik und vom DRK Rettungsdienst. „Das Schema heißt ‚Prüfen. Rufen. Drücken.‘ Zuerst soll man prüfen, ob der Patient bewusstlos ist. Etwa, an der Schulter rütteln und laut ansprechen. Als nächstes ruft man nach Hilfe: Der Rettungsdienst muss von jemandem informiert werden, am besten von weiteren Helfern. Als Drittes beginnt das Drücken. 100 Mal pro Minute, etwa im Takt von Staying Alive oder vom Biene Maja Titelsong, drückt man den Brustkorb des Patienten etwa 3-4cm tief ein. Da das super anstrengend ist, wechselt man sich mit weiteren Helfern ab. Und das, bis der Rettungsdienst eintrifft“, so Laubinger.

Studien gehen davon aus, dass im Jahr 10.000 Menschen alleine in Deutschland gerettet werden könnten, wenn sich auch medizinische Laien an die Reanimation trauen würden. Daher wolle das SRH Zentralklinikum Suhl und der DRK Rettungsdienst so viele Menschen wie möglich informieren, wie einfach das eigentlich geht. Angepackt haben an diesem Tag übrigens nicht nur 20 Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule im SRH Zentralklinikum, sondern auch Oberbürgermeister André Knapp und Bürgermeister Jan Turczynksi. Sie halten das frühzeitige Heranführen an Laien-Reanimation für besonders wichtig.

Text: SRH, Christian Jacob; Foto: facebook.com/zentralklinikumsuhl

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