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„Stadt Eisfeld schreibt Geschichte mit Geschichte!“

Verein Henneberg-Itzgrund-Franken lobt Ausstellung zum Reformationsjubiläum

Eisfeld (hif). „Die am vergangenen Sonntag im Eisfelder Schloss eröffnete Ausstellung zu Justus Jonas und der Reformation in den damals kursächsischen Ortslanden zu Franken setzt im und für den Freistaat Thüringen neue Maßstäbe im Umgang mit der kulturräumlichen Zugehörigkeit unserer Region südlich des Rennsteigs zu Franken und zum Umgang mit der fränkischen Geschichte zwischen Bad Salzungen und Sonneberg!“, stellt Martin Truckenbrodt  (45, Frankenblick), 1. Vorsitzender des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken, voller Freude fest.

„Wir kennen keine andere Ausstellung im Freistaat Thüringen, die derart sachlich, offen und transparent mit diesen Fakten umgeht. Die Geschichte der aus den Altkreisen Hildburghausen, Sonneberg und Coburg bestehenden Pflege Coburg wird völlig korrekt dargestellt. Respekt und ein großes Lob an Museumsleiter Heiko Haine und an den Träger der Ausstellung, die Stadt Eisfeld!“

In der Geschichtsausstellung im Kloster Veßra muss man sich die entscheidenden Zusammenhänge leider zusammenreimen. Ähnliches gilt u.a. auch für die Informationen auf der Webseite der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Das Thüringer Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar erwähnt die für mehr als 20 Prozent des Freistaats Thüringen relevante und bis heute noch prägende fränkische Besiedelung im Früh- und Hochmittelalter nur am Rande. In den Lehrplänen unserer Kinder findet sich rein gar nichts zur fränkischen Geschichte des heutigen Südthüringen. Immerhin gibt es ein paar einzelne Lehrer, die hier eigene Beiträge in den Unterricht einbringen.

Laut Truckenbrodt sei die Ausstellung in Eisfeld nun ein Lichtblick und Hoffnungsschimmer zugleich. Die Wettiner haben die Region südlich des Rennsteigs immer als ihr fränkisches Territorium betrachtet. Der im 19. Jhd. aufgekommene Begriff der Thüringischen Staaten bezeichnete lediglich einen wirtschaftlichen Verbund in Form des 1833 gegründeten Zollvereins und war ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für die thüringischen Fürstentümer und obersächsischen Herzogtümer im 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreichs. Erst mit dem Mauerbau begann die vollumfängliche Vereinnahmung des heutigen Südthüringen für Thüringen.

„Wir hätten es uns sehr gewünscht, wenn unser Offener Brief an die Thüringer Landesregierung vom 25. September 2015 zu einem gemeinsamen Gespräch zu genau dieser Thematik geführt hätte. Wir hätten sicherlich gemeinsam einen Beitrag nicht zuletzt auch zur Aufarbeitung der Deutschen Teilung und der Folgen des Kalten Krieges leisten können. Leider wurde unser Anliegen ein weiteres Jahr in Erfurt ignoriert. Wir hätten uns und der Landesregierung gerne den für den Fall der fortgesetzten Missachtung unseres Anliegens angekündigten Start der Unterschriftensammlung für einen Wechsel des Altkreises Sonneberg in den Freistaat Bayern erspart. Denn diese Option wäre für uns eigentlich erst dann von grundsätzlichem Interesse, wenn es zur aus volkswirtschaftlicher Sicht mehr als sinnvollen Fusion der Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt kommen würde. All das ist derzeit Zukunftsmusik und leider kein Thema der bundesdeutschen Tagespolitik. Bis sich das vielleicht mal ändern wird, werden wir weiter für unsere Region um deren Recht auf kulturelle und historische Selbstbestimmung kämpfen. Wie hart diese Auseinandersetzung zukünftig geführt werden wird, entscheidet auch weiterhin ausschließlich die Thüringer Landespolitik.“

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