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Feuersalamander-Projekt im Thüringer Wald wird bis 2019 verlängert

Forststaatssekretär Dr. Klaus Sühl: Kooperation mit Naturstiftung David hat sich bewährt

Erfurt (lr). „Mit dem gemeinsamen Naturschutzprojekt zum Schutz des Feuersalamanders mit der Naturstiftung David zeigen wir einmal mehr, dass Naturschutz und Forst sehr gut zusammenarbeiten können“ sagte Forststaatssekretär Dr. Klaus Sühl heute bei Gehlberg im Thüringer Wald. „ThüringenForst wird deshalb das im Jahr 2011 gestartete Projekt bis 2019 verlängern. Die Arbeit mit der Naturstiftung David strahlt schon jetzt über das Projektgebiet hinaus. Durch die hier erprobten Maßnahmen erhöhen wir auch in der regulären Waldbewirtschaftung vielerorts die Naturnähe der Waldbäche. Dies werden wir auch über das Projektende 2019 hinaus fortsetzen.“

Das Projektgebiet zum Schutz des Feuersalamanders umfasst insgesamt 40 schmale Waldbäche im Quellgebiet der Wilden und Zahmen Gera im Mittleren Thüringer Wald. Die Gewässer haben eine Gesamtlänge von rund 80 Kilometern. An den Bächen werden Rohrdurchlässe und andere Bauwerke zurückgebaut, die Wälder an den Ufern zu naturnahen Laub- und Bergmischwäldern umgestaltet und durch Totholz geschützte Stillwasserbereiche geschaffen.

Ziel der Maßnahmen ist nicht nur der Schutz des Feuersalamanders, sondern die naturnahe Aufwertung der Fließgewässer, die die gesamte Lebensgemeinschaft des Waldbaches fördert – eben vom kleinen Bachflohkrebs und Köcherfliegenlarven über beispielsweise die Groppe, Bachforelle, Bachneunauge und Quelljungfer bis zum Feuersalamander. Und letztlich profitiert auch der Mensch: zum einen durch attraktivere Waldbäche, durch einen langsameren Wasserabfluss und somit besseren Hochwasserschutz sowie stabilere Mischwälder, die besser dem Klimawandel widerstehen können.

„ThüringenForst wird deshalb, wie die anderen Projektunterstützer – die Allianz-Umweltstiftung und das Bundesumweltministerium – auch, die Zusammenarbeit mit der Naturstiftung David bis 2019 verlängern“, so Sühl weiter. „Die Landesforstanstalt wird das Projekt mit Eigenleistungen im Wert von 300.000 Euro unterstützen. Hierzu gehören die Umsetzung von Waldumbaumaßnahmen im Staatswald entlang der Bachläufe, logistische und personelle Unterstützung.“

Quelle: TMIL, Foto: Steffen Häuser